So stand ich um halb 7 auf und löste die Tía ab. Trotz Ferien stehen die Kinder und die Tía jeden Tag um 6 Uhr auf. Ich frühstückte zwei kleine Brötchen und eine Tasse Milchkaffee mit den Kindern. Dann spielten sie ein bisschen mit Murmeln draußen.
Um 10 Uhr ging ich mit den Kindern in den Hühnerstall vom Agrarzentrum unterhalb von Munaychay. Zwei Stunden lang kratzten wir die fünf Zentimeter dicke Hühnerkacke-Schicht ab und transportierten sie in Schubkarren zum Kompost.
Um 12 Uhr musste ich das Mittagessen aus der Küche holen und wir aßen dann Reis mit einer Kürbispampe. Absolut nicht mein Lieblingsessen, aber da ich so Hunger hatte, aß ich trotzdem ordentlich viel.
Am Nachmittag beschäftigten sich die Kinder eine Weile selbst, ich war auch schon ziemlich müde. Dann wollten sie Verstecken mit mir spielen.
Für den Nachmittag hatte ich von der Küche Mazamorra Durazno, eine Art Pfirsichwackelpudding, gekriegt, den ich dann zubereitete. Wir aßen ihn draußen in der Sonne, dann ließ ich die Kinder wieder spielen und schaute zu.
Am Abend machte ich dann das Mittagessen nochmal warm und wir setzten uns zum Essen hin. Um 7 Uhr kam Tía Zulma zurück und meine 12 Stunden als Tía waren vorbei. Eine wirklich interessante Erfahrung! Mein Respekt von der Arbeit der Tías ist noch weiter gewachsen, da sie einfach 3 Wochen am Stück 24 Stunden am Tag mit den Kindern zusammenarbeiten. Das ist ein echt harter Job!
Ich ging nach meinem 12-Stunden-Praktikum auch gleich schlafen, weil ich so müde war. Trotzdem hat mir der Tag großen Spaß gemacht.
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