Dienstag, 14. August 2012

In 6 Tagen um die Welt


Da die Munaychay-Kinder Anfang August zwei Wochen Ferien hatten und sich deshalb rund um die Uhr in Munaychay aufhielten, hatten wir Freiwilligen eine Idee. Wir veranstalteten eine Mottowoche mit dem Thema „Rund um die Welt“. Jeden Tag entdeckte der Weltreisende Don Alfonso mit den Kindern einen neuen Kontinent, der jeweils von ein bis zwei als Einheimische verkleideten Freiwilligen vorgestellt wurde.
Tim als Fufucino (Kontinent Afrika)
Moritz und Toni als Chinesen
Ritschinho aus Brasilien
Am Vormittag wurden die Kinder dann auf Talleres (Workshops) aufgeteilt, die von uns Freiwilligen angeboten wurden. Es gab Basteln, Theater, Kochen, Tanzen, Kleinkinderbetreuung und den von Moritz und mir angebotenen Filmworkshop.
Jeden Tag drehten wir mit unserer Gruppe einen kurzen Film passend zum Kontinent. Zu Nordamerika verfilmten wir das Lied „Not afraid“ von Eminem, bei Europa mit den Kleinsten den 7-Zwerge-Song von Otto. Für Afrika filmten, schnitten und kommentierten wir ein 20-minütiges Fußballspiel. In Asien spielten wir mit fünf Kindern Takeshi’s Castle nach. Für die Antarktis drehten wir Werbespots (u.a. für Eiswürfel und Smarties). 

Am letzten Tag machten wir eine Nachrichtensendung, in der über die ganze Woche berichtet wurde.
Im Theatertaller wurde von einer abgewandelten Version der Bremer Stadtmusikanten jeden Tag eine Szene einstudiert und abends aufgeführt.
Beim Tanzen wurde jeden Tag ein landestypischer Tanz aufgeführt.
Das Kochtaller kochte jeden Tag für das Abendessen für ganz Munaychay auch etwas kontinenttypisches.
Im Kreativtaller bastelten, nähten und malten die Kinder eifrig etwas zu jeden Tag.
Nach dem Mittagessen trafen wir uns jeden Tag wieder alle zusammen, und die Häuser konnten in kleinen Wettbewerben Punkte gewinnen. Die Wettbewerbe waren u.a. Brötchen-Wettessen (USA), Müll-Modenschau (Europa), Staffellauf (Afrika), Sumo-Ringen (Asien), Eisschollenlauf (Antarktis) und Limbotanzen (Südamerika). 
Teo beim Wettessen
Reyna und Maria vor ihrem Auftritt bei der Müllmodenschau

Fredy und Juan Carlos beim Sumoringen
Am Ende setzte sich Haus 4 knapp vor Haus 7 durch.
An einigen Tagen gab es auch Nachtaktivitäten. Einmal spielten wir „Drei Scheitel ums Haus“ in der Nacht. Die Freiwilligen mussten ihre drei Holzscheite bewachen, die Kinder mussten versuchen sie umzutreten.
An einem anderen Abend machten wir einen Laternenumzug mit anschließendem Lagerfeuer und Stockbrotbraten.
Somit verflog diese Woche auch wahnsinnig schnell und das Jahr neigt sich seinem Ende zu. 

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