Dienstag, 26. Juni 2012

Gletscher - zum 7. und letzten Mal

Nachdem ich schon eine Woche vorher mit den Tías hochgestiefelt war, sollte meine Chicón-Gletscherkarriere am vergangenen Wochenende ihren Höhe- und gleichzeitig Endpunkt finden. Mit Luis, unserem Projektfahrer, 14 hochmotivierten Kindern und drei weiteren Freiwilliginnen war ich unterwegs. Wir liefen los um 4 Uhr morgens, bis es hell wurde, waren wir schon weit über Munaychay.

Schon um 10 Uhr erreichten wir den linken Gletscher und damit das erste Zwischenziel. Ein paar Kinder kehrten hier mit Laura und Rosa um und machten sich an den Rückweg, während Luis mit dem Rest weiterstiefelte, auf dem Weg zur großen Runde. 

Vom linken zum rechten Gletscher brauchten wir vier Stunden und es war ein harter Weg, ständig durch Geröll. Die letzten Meter zur drei Meter hohen Gletscherwand schleppte ich mich mit dem letzten Fitzel Beinmuskel, den ich noch zur Verfügung hatte. Aber ich kam an!



Der Abstieg war mit 3,5 Stunden verhältnismäßig kurz und wir erreichten Munaychay um 6 Uhr, kurz nach Einbruch der Dunkelheit. 14 Stunden waren wir insgesamt unterwegs und ich spürte jede Einzelne Minute, jeden Schritt in meinen Beinen. Rosa und Laura erwarteten uns im Freiwilligenhaus mit leckeren Nudeln mit Thunfischsoße. Nach einer Dusche hüpfte ich auch schon in meinen Schlafsack und schlummerte bis am nächsten Morgen um halb 7.


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