Nachdem ich schon eine Woche vorher mit den Tías
hochgestiefelt war, sollte meine Chicón-Gletscherkarriere am vergangenen
Wochenende ihren Höhe- und gleichzeitig Endpunkt finden. Mit Luis, unserem
Projektfahrer, 14 hochmotivierten Kindern und drei weiteren Freiwilliginnen war
ich unterwegs. Wir liefen los um 4 Uhr morgens, bis es hell wurde, waren wir
schon weit über Munaychay.
Schon um 10 Uhr erreichten wir den linken Gletscher und
damit das erste Zwischenziel. Ein paar Kinder kehrten hier mit Laura und Rosa
um und machten sich an den Rückweg, während Luis mit dem Rest weiterstiefelte,
auf dem Weg zur großen Runde.
Vom linken zum rechten Gletscher brauchten wir
vier Stunden und es war ein harter Weg, ständig durch Geröll. Die letzten Meter
zur drei Meter hohen Gletscherwand schleppte ich mich mit dem letzten Fitzel
Beinmuskel, den ich noch zur Verfügung hatte. Aber ich kam an!
Der Abstieg war mit 3,5 Stunden verhältnismäßig kurz und wir
erreichten Munaychay um 6 Uhr, kurz nach Einbruch der Dunkelheit. 14 Stunden
waren wir insgesamt unterwegs und ich spürte jede Einzelne Minute, jeden
Schritt in meinen Beinen. Rosa und Laura erwarteten uns im Freiwilligenhaus mit
leckeren Nudeln mit Thunfischsoße. Nach einer Dusche hüpfte ich auch schon in
meinen Schlafsack und schlummerte bis am nächsten Morgen um halb 7.
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